Franz Leonard Elfert

about

Franz Leonard Elfert, geboren 1998 in Neuenbürg a.d. Enz, lebt und arbeitet als Künstler in Stuttgart. Von 2019 bis 2026 studierte er an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, ab 2020 in der Klasse von Prof. Ricarda Roggan.

Ausgehend von der Fotografie befasst sich seine Arbeit mit dem Verhältnis von Digitalität und Materialität, mit der Evidenz dokumentarischer Bilder und mit Momenten, in denen das Bild an die Stelle körperlicher Präsenz tritt. Das Medium ergibt sich jeweils aus der Fragestellung, wobei das Verfahren wiederholt selbst zum Gegenstand der Arbeit wird.

In 162 × 130 Pixel (2023), gezeigt in der Staatsgalerie Stuttgart und im Kunstpalast Düsseldorf, überträgt er eine auf 162 × 130 Bildpunkte reduzierte Fotografie mittels Kartoffeldruck von Hand auf Nesselstoff. Wer näher herantritt, gewinnt keine Nähe zur dargestellten Person, sondern sieht das Porträt in seine Pixel zerfallen. In untitled (estaciones radioeléctricas camuflajeadas) (2023) dokumentiert er als Pflanzen getarnte Mobilfunkmasten in Mexiko. Die Serie hält dieses künstliche Phänomen mit ebenso künstlichen Mitteln fest: Sämtliche Bilder sind mit generativer Bild-KI erzeugt. CAPTCHA (2025) bezieht sich auf das gleichnamige Prüfverfahren, mit dem Menschen paradoxerweise einer Maschine beweisen müssen, dass sie keine Maschinen sind. Sechzehn Cyanotypien auf Filz zeigen den erhobenen Mittelfinger, eine Geste, die gerade in ihrem Affekt menschlich ist. Als Lichtabdruck im Stoff erbringen sie den körperlichen Beweis, den die Maschine verlangt, und verweigern ihn zugleich.

Bei allen formalen Unterschieden bewegen sich die Arbeiten in einem gemeinsamen zeitgenössischen Themenfeld.

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Franz Leonard Elfert, Porträt

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